Moa gehören zu den Urkiefervögeln, sie lebten in Neuseeland bis 1700, dann wurden sie durch starke Bejagung ausgerottet.

Der Name Moa bedeutet bei den Eingeborenen schlicht "essbarer Vogel", es gibt jedoch auch die Deutung, das nach den ersten Knochenfunden die Nachfrage bei den Engländern derartig hoch war, das ihre Forderung nach "more bones", more = moa, von den Einheimischen als der Name des Vogels gedeutet wurde.

Die ältesten Moafunde sind 2,4 Millionen Jahre alt, die jüngsten sind mumifiziert und mit Federkleid. Es gab 11 Unterarten, die kleinsten 20 kg, die größten etwa 250 kg schwer. Der größte, Dinornis giganteus, hatte 2,50 m Schulterhöhe, konnte jedoch selbst als Erwachsener dem ebenfalls in Neuseeland lebenden Harpagornis, einer Adlerart, zum Opfer werden.

Ihr Lebensraum war der Wald, Überreste des versteinerten Mageninhaltes des Dinornis lassen annehmen, dass er hauptsächlich Zweige fraß, während Emeus und Euryapteryx weichere Kost wie Blätter und Früchte bevorzugten. Alle Funde wiesen Magensteine auf.

Man konnte ihren Ruf weithin schallend vernehmen, da Funde mumifizierter Euryapteryx eine ca 120 cm lange Schleife der Luftröhre aufwiesen, was an Trompetenschwäne und ihre Art der Schallerzeugung erinnert.

Ihr Wachstum war überwiegend langsam und es dauerte Jahre, ehe sie ausgewachsen waren, mit Ausnahme der Dinornis hatten sie sich vermutlich daran angepasst, wenige Feinde zu haben, so dass die lange Entwicklungszeit und ihr damit verbundener geringer Nachwuchs erst zu einem Problem wurde, als der Mensch in ihren Lebensraum eindrang.

Ende des 13. Jahrhunderts gelangten die Polynesier nach Neuseeland und begannen die Wälder zu roden und die Moa zu jagen. Mit Ausnahme von Pachyornis australis fand man von allen anderen Arten die Überreste in menschlichen Siedlungen. In der 2 Hälfte des 14. Jahrhunderts fanden sich diese Überreste jedoch nicht mehr, so dass man annehmen muss, das bis auf wenige Exemplare alle anderen ausgerottet waren. Danach gibt es nur noch spärliche Berichte von Seefahrern bis ca. 1700.

In den letzten Jahren häufen sich Berichte, in denen Moas gesichtet worden sein sollen. Eine wissenschaftliche Bestätigung steht jedoch noch aus.

Neue Forschungen und DNA- Untersuchungen führen zu einigen Verschiebungen, Neuzuordnungen und Diskussionen unter den Experten. So gibt es die Annahme, das Dinornis giganteus eigentlich die im Vergleich zum Männchen (85 kg) riesige (200 kg) Henne ist und keine eigene Art. Ursache soll die Notwendigkeit großer Eier gewesen sein, um das Überleben der Jungen zu garantieren.

  • (Anomalopteryx)

    Anomalopteryx didiformis

    A. didiformis A. didiformis

    Kleiner Buschmoa (A. didiformis)

     

  • (Megalapteryx)

    Waldmoa (M. didinus) Magalapteryx didinus

  • (Pachyornis)

    Elefantenfuß-Moa (P. elephantopus) Pachyornis elephantopus

    (P. australis)

    (P. mappini) Pachyornis mappini

  • (Euryapteryx)

    (E. geranoides) Euryapteryx geranoides

    (E. curtus) Euryapteryx curtus
  • (Emeus)

    Emeus crassus

    Emeus crassus

    Kleiner Moa (E. crassus)

  • (Dinornis)

    (D. struthoides) Dinornis struthoides

    (D. novaezealandiae) Dinornis novaezealandiae

    Riesenmoa (D. giganteus)

  • Dinornis giganteus



    Moa Schädel Moa

    Moa

    Moafeder Dinornis Maximus

    Felszeichnung

     

    Felszeichnung, ca 500 Jahre alt

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